Seit unserem Zusammenschluss im Jahr 2024 ist schon viel passiert
02/2026: Offener Brief an den Bauausschuss des Landkreises Harburg
Die Diskussion um die geplanten Windenergieflächen im Landkreis Harburg bewegt viele Menschen in unserer Region. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben sich mit fundierten Stellungnahmen eingebracht und ihre Sorgen, Argumente und Alternativvorschläge dargelegt.
Als Initiative Erneuerbare Energie mit Verstand setzen wir uns für einen verantwortungsvollen, naturverträglichen und maßvollen Ausbau erneuerbarer Energien ein. In diesem Zusammenhang haben wir einen offenen Brief an die Mitglieder des Bauausschusses verfasst, in dem wir zentrale Kritikpunkte, fachliche Einwände und konkrete Lösungsvorschläge zusammenfassen.
10/2025: Anhörung der Petition Nr. 01162/89/19 zum Thema „Stopp des weiteren Ausbaus von Windkraftanlagen“
Am Mittwoch den 01.10.2025 hat um 12 Uhr im Landtag in Hannover die öffentliche Anhörung der Petition Nr. 01162/89/19 zum Thema „Stopp des weiteren Ausbaus von Windkraftanlagen“ stattgefunden.
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/ausbau-stopp-von-windraedern-gefordert-petition-erreicht-landtag,windkraftanlagen-124.html
Die Ergebnisse werde im November 2025 erwartet.
06 – 09/2025: Zusammenfassungen
Ende Juni lief die EU-Notfallverordnung aus, die Windkraftbetreiber mit beschleunigten Verfahren und vereinfachten Umweltprüfungen begünstigt hat. Kurz vor dem Auslaufen der
Verordnung stieg die Zahl der Anträge der Betreiber in vielen Regionen Deutschlands noch einmal stark an.
Für die diskutierten Gebiete in Lüllau liegen laut Jesteburger Bauamt bisher keine Bauanträge vor.
Das Nachfolgegesetz für die EU-Notfallverordnung, die sogenannte Erneuerbare Energien Richtlinie (Renewable Energy Directive, RED III), sieht sogenannte Beschleunigungsgebiete vor.
In Beschleunigungsgebieten können bestimmte sonst vorgeschriebene Prüfungen, z. B. Umweltprüfungen, entfallen oder müssen nur in vereinfachter Form durchgeführt werden. Dafür muss das betreffende Gebiet allerdings von der Raumordnung als Vorranggebiet für die Windkraft ausgewiesen sein. Das ist
bei der Lüllauer Fläche zurzeit noch nicht der Fall. Bei Verabschiedung des RROPs in seiner aktuellen Fassung wäre die Lüllauer aber als Vorranggebiet festgelegt.
Die VivaTerra-Projektgesellschaft bemüht sich um die Ausweisung weiterer Flächen über die Planungskulisse des RROPs hinaus. Über die sogenannten Gemeindeöffnungsklausel wird versucht, noch mehr Flächen in Windindustriegebiete umzuwandeln. Ein solches Verfahren läuft gerade in Hollenstedt
(Artikel).
Die Vernetzung der Bürgerinitiativen „Lebensraum Niedersachsen“, bei der wir Gründungsmitglied sind, wächst stetig weiter. Mittlerweile sind Bürgerinitiativen von Cuxhaven bis Wolfsburg
angeschlossen. Eine Bürgerinitiative aus dem Landkreis Lüneburg hat zur Ver
anschaulichung eine Karte mit einem Überblick aller Planungen für Windindustriegebiete (vom Landkreis und zusätzlich über Gemeindeöffnungsklausel) erstellt. Der Flächenverbrauch
ist erschreckend: https://breetze.info/Karte_Zukunft_Landkreis.jpg
Neben dem Informationsaustausch ist ein wichtiges Ziel der Vernetzung, die fragwürdige, den Menschen und die Naturschädigende Windkraftpolitik auf Landes- und Bundesebene zu verbessern.
Nach einem Treffen mit Landtags- und Bundestagsabgeordneten der CDU im Juni, suchten Mitglieder der Vernetzungsgruppe Ende August das Gespräch mit Dr. Julia Verlinden, stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion und deren energiepolitische Sprecherin. Auf eine E-Mail mit umfassenden
Informationen zur aktuellen Sachlage und unserer Bedenken erfolgte bislang keine Reaktion.
Ein geplantes Treffen mit Abgeordneten der Bundes-SPD Ende Juni scheiterte an deren Absage, die sie damit begründeten, sie sähen keine „sachliche Gesprächsgrundlage“ mit Vertretern von Lebensraum Niedersachsen.
Die Vertreter der SPD stören sich an der Forderung der Vernetzung, jeden weiteren Windkraftausbau zu stoppen, die Bedarfs- und Flächenplanung zu überarbeiten und auf konsequentes
Repowering zu setzen. (Hintergrund: Faktencheck der CDU Rosengarten)
Ebenfalls Ende August wurde der Vorsitzende des Bau- und Planungsausschusses des Landkreises Harburg erneut aufgefordert, für ein transparentes Verfahren bei der Behandlung der Stellungnahmen der Bürger im Landkreis zur Ausweisung der Vorranggebiete zu sorgen und die Konstruktionsfehler in der
Windenergiepolitik des Landes und des Bundes zur Kenntnis zu nehmen und sich dagegen zu positionieren. Diese Mail wurde an die Landtags- und Bundestagsabgeordneten aus unserem Landkreis weitergeleitet.
Und auch die weiteren Mitglieder der Vernetzung bleiben dran, um eine Änderung der Bundespolitik zu erreichen. Konkret muss das Flächenziel durch ein Bedarfsziel ersetzt werden, die sog. Superprivilegierung von Windkraftwerken im Aussenbereich muss entfallen, die Bedarfsprognosen müssen aktualisiert wer
den, und die Subventionierung über die Einspeisevergütung muss gestaffelt werden nach Nutzung vorhandener Strukturen und Naturverträglichkeit.
Über die erfolgreiche Petition konnten wir gemeinsam erreichen, dass Thomas Lang am 1. Oktober um 12 Uhr vor dem Petitionsausschuss des Niedersächsischen Landtags seine Argumente darlegen konnte. Hier erklärte er die zentrale Forderung nach dem Ausbaustopp, da unter anderem der gesetzlich festgelegte Bedarf von 160 GW bereits jetzt erreicht sei und sogar übertroffen würde, wenn ein Repowering von Altanlagen
erfolgt.
Die Veranstaltung fand im „Forum“ des Erweiterungsgebäudes des Nds. Landtages (Leinstraße 30, 30159 Hannover) statt (s. https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/ausbau-stopp-von-windraedern-gefordert-petition-erreicht-landtag,windkraftanlagen-124.html und das Interview mit Jan Bauer, MdL und Vorsitzender des Petitionsausschusses des Niedersächsichen Landtags.
04 –05/2025: Zusammenfassungen
Vor dem Bau- und Planungsausschuss in Winsen gab Herr Ziel am 30. April den Ausschussmitgliedern einen kurzen Überblick über die Themenbreite der eingegangenen Stellungnahmen. Um die Informationen der Kreisverwaltung zu ergänzen, ist es weiterhin sinnvoll, unsere Argumente im direkten Gespräch mit Politikern vorzutragen und auch weiter zu veröffentlichen.
Um mitzubekommen, wenn konkrete Bauanträge für Windkraftwerke in Lüllau/Reindorf gestellt werden, sind regelmäßige Anfragen beim Bauamt sowie die aktive Teilnahme (mit Wortmeldungen in der Einwohnerfragestunde) an den Sitzungen der zuständigen Ausschüsse der Gemeinde wichtig.
Aktivitäten der Vernetzung
Anfang April hatte sich in Jesteburg aus den damals mit 11 Bürgerinitiativen der Vernetzung die landesweite Dachorganisation mit dem Namen „Lebensraum Niedersachsen“ gegründet. Aufgrund der großen Betroffenheit aller Landesteile wächst diese stetig und umfasst mittlerweile 17 Bürgerinitiativen -
auch aus den Landkreisen Lüneburg, Uelzen und Celle. Ziel der landesweiten Vernetzung ist es unter anderem, über die Gespräche mit der Lokalpolitik hinaus auch auf die Landespolitik einzuwirken.
Die Öffentlichkeitsarbeit der Dachorganisation ist in Vorbereitung. Dabei wird ein wichtiger Baustein auch Social Media sein. Jo B. Nolte aus Hollenstedt kümmert sich aktuell um die Umsetzung. Es wird ein Imagefilm gedreht, in dem zunächst zwei Bürgerinitiativen stellvertretend für alle vorgestellt werden. In dem Film sollen aber alle beteiligten Bürgerinitiativen erwähnt werden. Weitere Imagefilme, in denen sich die anderen Bis
vorstellen, sind für später geplant. Um die Social-Media-Kanäle zu „füttern“, werden zusätzlich Fotos und kurze Clips, Filmsegmente mit Statements, aus den Gruppen benötigt.
Petition an den niedersächsischen Landtag
Thomas Lang aus Rosengarten hat eine Petition an den niedersächsischen Landtag gestartet. Er konzentriert sich in seiner Argumentation auf die mangelhafte Bedarfsplanung und den überdimensionalen Flächenfraß. Die Zeichnungsfrist läuft noch bis Ende Juni.
Wenn diese Petition 5000 Unterschriften erreicht, bekommt Thomas die Möglichkeit, vor dem Petitionsausschuss des Landtags sein Anliegen darzustellen. Das ist ein wichtiger Türöffner für die Landespolitik, weshalb möglichst alle dort unterschreiben sollten. Hier ist der Link zur Petition: https://www.navo.niedersachsen.de/navo2/portal/nipetition/0/publiczurmitzeichnung.
Zum Thema der überdimensionierten Planung gibt es auch einen interessanten Fakten-Check der CDU-Rosengarten. Sie gehen davon aus, dass die Flächenpauschale von 2 % den Bedarf 45-fach überschreitet.
Hier der Link: Überdimensionierte Windkraftflaechen im Landkreis Harburg
Windkraftsensible Vogelarten
Hier noch ein Hinweis auf eine Vogelstimmen-App. Sie heißt Merlin Bird ID und wurde vom ornithologischen Lab der Cornell University entwickelt. Sie ist kostenlos, leicht zu bedienen und identifiziert die Vogelstimmen, die in der Umgebung hörbar sind. Wenn man Standortzugriff erlaubt, kann man Vogelstimmen mit Zeit- und Ortsangabe aufzeichnen. Auf diese Weise können wir weiter den Bestand in unserer Umgebung erfassen
und auf windkraftsensible Arten aufmerksam machen.
04/2025: Einwendungen gegen die Planung Windkraft im LK Harburg gemäß Auslegung RROP Wind
Am 26. März 2025 endete die Frist für die gesetzlich vorgeschriebene Öffentlichkeitsbeteiligung am Entwurf für die 2. Fortschreibung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) des Landkreises Harburg. Nach Angaben der Kreisverwaltung sind über 1600 Stellungnahmen eingegangen.
Dies seien weniger als bei der letzten Konsultation im Jahre 2019. Für das am 04.04.2019 bekanntgemachte Regionale Raumordnungsprogramm 2025 für den Landkreis Harburg wurden alle Belange konsultiert, nicht nur die Windkraft. Die 1600 Stellungnahmen zum aktuellen Verfahren zeigen also keineswegs geringes Interesse, denn in der 2. Fortschreibung geht es nur um eine Nutzungsform, nämlich die Windkraft. Wie viele Stellungnahmen 2019 zur Windkraft kamen, erwähnte die Kreisverwaltung nicht.
Die Arbeitsteilung zwischen Verwaltung und Politik sieht eine Sichtung und Aufbereitung sowie die Abwägung aller Stellungnahmen vor. Aus dieser Mammutaufgabe geht dann eine Vorlage -das Ergebnis der behördlichen Abwägung- an den Kreistag hervor, auf der dieser dann seine Entscheidungen begründet. Die Politik bekommt also i. d. R. keine Stellungnahmen zu sehen, sondern entscheidet allein auf Basis der Verwaltungsvorlage nach Abwägung. Was aus praktischen Gründen nachvollziehbar erscheint, bringt jedoch das Dilemma mit sich,
dass sich die EntscheidungsträgerInnen nicht aus erster Hand ein eigenes Bild machen können.
Aus diesem Grund findet Ihr hier die persönliche Stellungnahme von Dr. Andreas Dänhardt im Sinne der IG EEmV. Viel Text, komplexe Materie, aber alles was man braucht um zu erkennen, dass große Windräder nicht der Weg sein können – weder in Lüllau, noch auf den meisten anderen Planungsflächen im Landkreis.
03/2025: Weniger Fläche, niedrigere Windräder.
Wie steht die Gemeinde Jesteburg zur Windkraft-Vorrangfläche JES01 in Lüllau? Dieses Thema dominierte die Gemeinderatssitzung.
02/2025: DEMO Naturschutz vor Windkraft
Am Samstag den 08. Februar 2025 trafen sich geschätzt ca. 300 Menschen, um gegen die Windkraft-Planung des Regionalen Raumordnungsprogramms zu protestieren. Bei strahlen dem Sonnenschein ging es von einer kurzen Kundgebung vor der Kreisverwaltung des Landkreises Harburg für ca. 1,5 Stunden unter anderem über die Winsener Fußgängerzone. Dort kamen die Demonstranten aus vielen Gemeinden und Samtgemeinden an den Wahlkampfständen der Parteien für die Bundestagswahl vorbei. Die selbst gebastelten kleinen Windräder der Grünen standen in starkem Kontrast zur lauten und klaren Botschaft des Demonstrationszuges. Während einer zweiten Kundgebung in der Fußgängerzone und auf dem Weg ergaben sich viele Gespräche mit interessierten Passanten, mit den WahlkämpferInnen, aber auch untereinander. Die Plakate, Transparente und eine selbst gemachtes, maßstabsgetreues Windrad auf einem Bollerwagen unterstrichen die starken Botschaften der Kundgebungen, von den völlig überzogenen Windkraftplanungen im Landkreis Harburg Abstand zu nehmen, der Landes- und Bundespolitik klar zu machen, was ihre Politik vor Ort für Auswirkungen hat, und endlich wieder Augenmaß und Verhältnismäßigkeit einkehren zu lassen.
01/2025: Offener Brief an Gemeinderatsmitglieder
Uns war es wichtig, vor der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses, noch einmal alle Ratsmitglieder über die Folgen der bevorstehenden Entscheidung zu informieren.
Wir möchten, dass die Gemeinde unsere Interessen gegenüber dem Landkreis vertritt und ebenso Einwände erhebt, wie wir Bürger es tun werden.
01/2025: Weitere aktuelle Entwicklungen
Über den RROP-Entwurf hinaus beobachten wir, dass Projektgesellschaften und Landeigner Einfluss auf die Gemeinderäte nehmen und erwirken wollen, dass über die sog. Gemeindeöffnungsklausel Gebiete für Windkraftbebauung zulassen werden, die bis auf die zweifache Anlagenhöhe an die Wohnbebauung heranrückt. Dies passiert gerade in Hollenstedt, und auch in Lüllau gibt es offenbar derartige Aktivitäten.
Die zweifache Anlagenhöhe wäre dann zwischen 500 und 600 m anstatt wie im RROP festgelegt 800 m Entfernung zur nächsen Wohnbebauung.
Zum Vergleich: die Windräder in Rosengarten und am Trelder Berg, die man von der Lüllauer Ortsausfahrt Richtung Reindorf gut sehen kann, sind in Luftlinie ca. 13 km entfernt, die des Windparks Seevetal in Horst/Ramelsloh (Ortsausfahrt Lüllau, Blick nach rechts) sind Luftlinie ca. 17 km weit weg.
Der logische Bruch in dieser Entwicklung: Das RROP legt nach mehr oder weniger gründlicher Prüfung durch den Landkreis und nach (hoffentlich) umfassender Öffentlichkeitsbeteiligung Vorranggebiete für Windkraft fest. Diese werden dann aber gleich wieder als zu klein infrage gestellt, indem versucht wird, eine Ausweitung der bebaubaren Flächen zu erwirken, also eine Abweichung von den Zielen der gerade erst neu erarbeiteten Raumordnung (über ein sog. Zielabweichungsverfahren). Das ist kaum nachvollziehbar.
Der Unmut über die RROP-Planungen allein ist bereits beträchtlich (vgl. z. B. Leserbriefe im Wochenblatt vom 08.01.2025), und alle darüber hinaus gehenden Planungen in den Gemeinden zugunsten weniger und zulasten vieler würden weiteren Unfrieden stiften.
Es gilt, die GemeindepolitikerInnen dazu zu bewegen, derartige Anträge energisch abzulehnen. Dies kann neben der direkten Ansprache während der Bürgerfragestunde auf den Sitzungen des Bau- und Planungsausschusses und des Gemeinderats passieren.
Die Termine dafür sind die Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am Mittwoch, den 22.01.2025 und die Gemeinderatssitzung am Mittwoch, den 26.02.2025, jeweils um 19:00 Uhr im Jesteburger Schützenhaus am Schwimmbad. Eine möglichst zahlreiche Teilnahme für Redebeiträge während der Bürgerfragestunde wäre wirklich wichtig. Es scheint, dass keine der Potenzialflächen im Landkreis gut geeignet ist.
Die Fläche in Lüllau liegt allerdings so isoliert, dass durch den Bau riesiger Windturbinen ein großes noch unbebautes Gebiet zerschnitten werden würde.
Dies bedeutet nicht nur für den Arten- und Naturschutz weitreichende und langfristige Beeinträchtigungen. Hinzu kommt, dass die Insellage der Lüllauer Fläche Konsequenzen für die Erreichbarkeit mit Schwertransportern haben wird. Je abgelegener ein Standort ist und je kleiner die Zuwegung (Kreisstraßen und Feldwege anstatt Autobahnen und Bundesstraßen), desto mehr Platz muss geschaffen werden, um über 100 m lange Rotorblätter und die riesigen Mastsegmente zum Standort zu transportieren.
Baumfällungen und Abriss anderer vorhandener Strukturen wären unvermeidbar.
Für die Lüllauer Fläche würde zumindest für den Transport der Mastsegmente die Route mit Bahnunterführungen nicht möglich sein, den der Rückbau von Bahnbrücken zu diesem Zweck scheinen kaum möglich. Bliebe der Weg von Süden oder Südwesten her über Hanstedt und/oder Holm-Seppensen, auf dem umfassende „Vorbereitungen“ der Transportroute vonnöten wären. Dieser Aspekt wurde bislang kaum thematisiert, spricht aber zusätzlich gegen den Bau von Windrädern auf der Lüllauer Potenzialfläche.
Angesichts all dieser Umstände ist nicht nachvollziehbar, warum der Landkreis an dieser Fläche festhält.
Der Verzicht auf eine Bebauung dieser und benachbarter Flächen mit wenigen Windrädern würde nur einen geringen Verlust an installierter Windkraftleistung bedeuten. Es würde jedoch ein großes Gebiet freihalten, womit für den Natur- und Artenschutz, insbesondere den Vogelzug, und für zahlreiche andere Belange viel erreicht wäre.
12/2024: Auslegung des Entwurfs zur 2. Fortschreibung des regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) inkl. Umweltbericht
Fachbericht bestätigt wertvolle Lebensräume in Windkraftplanungsgebiet der Gemeinde Jesteburg
Zwischen dem 3. Oktober 2023 und dem 23. August 2024 hat der Lüllauer Biologe Dr. Andreas Dänhardt am Windkraft-Planungsgebiet zwischen Lüllau und Reindorf bei wöchentlichen Begehungen den Artenreichtum der Vogelwelt vor Ort erfasst. Die nach fachlichen Standards gesammelten Daten wurden Anfang September dem Landkreis Harburg zur Verfügung gestellt. Der Bericht zeigt eine überraschend hohe Artendiversität der Vögel und belegt, dass die strukturreiche Landschaft in und um Lüllau einem breiten Spektrum an Vogelarten Heimat als Brut-, Rast- oder Durchzugsgebiet bietet. Es wurden bislang 114 verschiedene Arten erfasst, darunter mehrere Greifvogelarten, die durchweg ein hohes Tötungsrisiko durch Windkraftanlagen haben und nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt sind.
(der Fachbericht als Kurzversion)
06/2024: Wir waren beim Landrat
Am Dienstag, dem 11. Juni, haben wir Landrat Rainer Rempe in der Kreistagssitzung in
der Burg Seevetal insgesamt 731 Unterschriften gegen die Windkraftplanungen in Lüllau
und Itzenbüttel übergeben, davon 282 handschriftliche Unterschriften und 449 aus der
Online-Petition.
Im Rahmen der Bürgerfragestunde haben wir mit einem Plakat auf uns aufmerksam
gemacht, Flyer verteilt und vor allen Kreistagsabgeordneten eine Stellungnahme
abgegeben, deren Textvorlage ihr unten downloaden könnt. Neben den
Kreistagsabgeordneten aller Parteien waren auch Vertreter von Winsener Anzeiger und
Nordheide Wochenblatt anwesend.
Landrat Rempe nahm die Unterschriften entgegen und sicherte die sorgfältige und
unvoreingenommene Prüfung aller Stellungnahmen zu.
10/2024: Bündnis 90 die Grünen reagieren
Nachdem wir immer aktiver mit der Gemeinde, Nachrichten und der Politik in Gesprächen waren, gab es eine Reaktion der Partei Bündnis 90 die Grünen (Schreiben der Grünen). Unsere Stellungnahme dazu könnt ihr über den folgenden Link lesen.
03/2024: Artikel in der Zeitung
Wir werden sichtbar - es geht los!